Bayern 2

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MilchzähneMilchzähne Klein aber oho Die Babyforscher Was kleine Kinder alles können Das Kalenderblatt 18.10.1619 Kolloquium, ob Kometen wunderbare Zeichen Gottes sind Von Martin Trauner Milchzähne - Klein aber oho Autorin: Susanne Hofmann / Regie: Sie sind klein, milchweiß und heißen deshalb auch so: Milchzähne. Ihr bläulich schimmerndes Weiß verdanken sie ihrer besonders dünnen, porösen Oberfläche, in der sich das Licht brechen kann. Die Milchzähne des Embryos werden schon in der achten Schwangerschaftswoche der Mutter angelegt. Sie sind zunächst noch weich, härten aber bis zur Geburt zunehmend aus. Im Alter von ungefähr einem halben Jahr bricht meist der erste Zahn im Unterkiefer des Säuglings durch. In einer bestimmten Reihenfolge folgen die nächsten 19 Zähne. Bis zum Schulalter bilden die Milchzähne die Platzhalter für die bleibenden Zähne. Die rücken erst nach, wenn sich die Zahnwurzeln der Milchzähne aufgelöst haben und die Kinderzähne rausgefallen sind. Das Gebiss ist das einzige Körperteil, das nicht wächst und daher im Laufe der Kindheit und Jugend komplett ausgetauscht wird. Neuerdings wird von verschiedenen Seiten empfohlen, Milchzähne aufzubewahren, da sie lebensrettende Stammzellen beinhalten sollen. Was ist da dran? Warum dienen Milchzähne dem Körper nicht nur als Provisorium? Und was hat die Evolution damit zu tun? Die Babyforscher - Was kleine Kinder alles können Autorin: Anne Kleinknecht / Regie: Christiane Klenz Wenn Säuglinge und Kleinkinder brabbeln und strampeln, dann ist das putzig. Aber außer den Eltern nimmt in der Regel niemand die Kleinen ernst. Dabei werden in den ersten Lebensjahren die Grundsteine für unser gesamtes Leben gelegt: Der Mensch lernt in dieser Phase so schnell und so viel wie später nie wieder. Zum Beispiel Sitzen, Gehen oder Greifen - ganz ohne Hilfe von außen. Gleichzeitig begreifen schon Säuglinge, wie Ursache und Wirkung zusammenhängen. Dabei gehen die Kleinen wie waschechte Statistiker vor. Und vom ersten Lebenstag an stecken in ihnen auch kleine Psychologen: Schon Säuglinge ahmen ihre Mitmenschen nach und erfahren so viel über andere und sich selbst. Für diese "Forschungsmethoden" der Kinder interessieren zunehmend auch Wissenschaftler. Sie holen sich deshalb immer häufiger die kleinen Entdecker ins Babylabor. Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Matthias Eggert
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

wurlitzerDie Wurlitzers Musikfamilien zwischen Mozart und Maratonga Von Ulrike Zöller Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Wurlitz ist ein kleiner Ort in Oberfranken - mit nur einem berühmten Bürger: Hans Vogt, den Erfinder des Tonfilms. Was für ein Zufall, dass ausgerechnet ein Wurlitzer dem Unternehmen Wurlitzer in den USA schwer schadete: Franz Rudolf Wurlitzer, ein Instrumentenbauer, war 1853 in die USA ausgewandert und hatte begonnen, neben Streichinstrumenten, Harfen, Klavieren und Orgeln an einem Wunderwerk zu bauen: Die "Mighty Wurlitzer" mit über 1200 Pfeifen begleitete als Kinoorgel vor allem Stummfilme, live im Kinopalast. Nach der Erfindung des Tonfilms wandte sich die Firma Wurlitzer dem Bau von elektrischen Orgeln und vor allem von Musikboxen zu, die auf Wunsch den gewählten Titel erklingen lassen: Jukeboxes oder "Wurlitzers" genannt. Unter Klarinettisten bedeutet der Name aber etwas ganz anderes: "Die Wurlitzer" ist eine heute noch von Hand gefertigte Meisterklarinette: Das Familienunternehmen befindet sich inzwischen im mittelfränkischen Neustadt an der Aisch.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

SchamanenDie Jaguarschamanen sterben aus Eine Expedition in den Amazonaswald Von Thomas Fischermann Regie: Antje Vowinckel Produktion: Dlf 2019 Tief im Amazonaswald überlebt eine alte Schamanenkultur: die Heiler und Hexer der Hohodene. Doch wie lange noch? Die neue Regierung in Brasilien will die Indianergebiete verkleinern und Traditionskulturen in die Moderne überführen. Die Hohodene wollen sich wehren - auch mit Zauberei. Im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Brasilien, eine Wochenreise von der nächsten größeren Stadt entfernt, liegt Hipana: ein See im Regenwald mit einem tosenden Wasserfall. Hier leben die Hohodene, ihre Schamanen gelten im Regenwald als besonders mächtig. Bis heute bildet das Volk sogenannte Jaguarschamanen aus, die besonders fortgeschrittene spirituelle Heilerfähigkeiten für sich reklamieren, aber auch Hexer und Giftmischer, die andere Menschen über große Distanzen hinweg töten können. Doch in der fernen Hauptstadt Brasilia ist im Januar ein Präsident angetreten, der von den traditionellen Lebensweisen der Indianervölker nichts hält. Jair Bolsonaro hat angekündigt, dass er den Amazonaswald rasch für Landwirte und Minenbetreiber erschließen will, dass die Indianerreservate verkleinert und die dort lebenden Menschen in die Mainstream-Kultur eingegliedert werden sollen. Auch die Hohodene bekommen das bereits zu spüren - die ersten Goldsucher interessieren sich für das Gebiet. Sie wollen sich wehren, notfalls auch mit Zauberkraft. Thomas Fischermann, Buchautor und Journalist der ZEIT, hat zwei Expeditionen zu den Hohodene unternommen und mit ihnen gelebt. Er hat ihre Heiler und Hexer getroffen, an Festen und Ritualen teilgenommen und immer wieder die Frage gestellt: Hat diese alte Kultur eine Chance gegen den Vormarsch der modernen Welt? Die Jaguarschamanen sterben aus
Freitag 20:10 Uhr

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