BR-Klassik

Das Musik-Feature

wurlitzerDie Wurlitzers Musikfamilien zwischen Mozart und Maratonga Von Ulrike Zöller Wurlitz ist ein kleiner Ort in Oberfranken - mit nur einem berühmten Bürger: Hans Vogt, den Erfinder des Tonfilms. Was für ein Zufall, dass ausgerechnet ein Wurlitzer dem Unternehmen Wurlitzer in den USA schwer schadete: Franz Rudolf Wurlitzer, ein Instrumentenbauer, war 1853 in die USA ausgewandert und hatte begonnen, neben Streichinstrumenten, Harfen, Klavieren und Orgeln an einem Wunderwerk zu bauen: Die "Mighty Wurlitzer" mit über 1200 Pfeifen begleitete als Kinoorgel vor allem Stummfilme, live im Kinopalast. Nach der Erfindung des Tonfilms wandte sich die Firma Wurlitzer dem Bau von elektrischen Orgeln und vor allem von Musikboxen zu, die auf Wunsch den gewählten Titel erklingen lassen: Jukeboxes oder "Wurlitzers" genannt. Unter Klarinettisten bedeutet der Name aber etwas ganz anderes: "Die Wurlitzer" ist eine heute noch von Hand gefertigte Meisterklarinette: Das Familienunternehmen befindet sich inzwischen im mittelfränkischen Neustadt an der Aisch.
Freitag 19:05 Uhr

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Ö1

matrix - computer neue medien

InternetDas Internet wird 50 "LO" und nach dem Absturz des Computers einige Stunden später dann auch noch samt einem "G" - LOG für Login war die erste Textnachricht, die US-Forscher im Jahr 1969 erstmals zwischen zwei Rechnern über das Universitätsnetzwerk Arpanet übertragen konnten. Einer der damals noch kühlschrankgroßen Rechner stand an der University of California, der andere am Stanford Research Institute, die Computer waren über eine 50 Kilobit-Datenleitung miteinander verbunden. Der 29. Oktober 1969 und die erfolgreiche Vernetzung von Computern gilt somit als Geburtsstunde des Internets. Zum 50jährigen Jubiläum wirft die matrix-Redaktion einen persönlichen Blick zurück und berichtet, welche Netz-Phänomene, Internet-Dienste und Nebenwirkungen des Online-Daseins den eigenen digitalen Alltag bereichern, prägen oder nerven. Moderation: Wolfgang Ritschl Redaktion: Franz Zeller
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Mikrokosmos - Die Kulturreportage

GrimmaDas ,Dorf der Jugend" in Sachsen Zukunft selbst gestalten Von Manuel Waltz In Grimma, in der Nähe von Leipzig, ist nicht viel los. Ein ehemaliges Fabrikgebäude aus Backstein ist deshalb zum Symbol des Aufbruchs geworden: Im ,Dorf der Jugend" können sich junge Menschen ausprobieren, ihre Ideen verwirklichen und lernen, sich gegen rechtes Gedankengut zur Wehr zu setzen. Seit fünf Jahren gibt es das ,Dorf der Jugend" am Rande von Grimma in Sachsen. Hier sind kreative Ideen und Eigeninitiative willkommen. Die Jugendlichen können Gärtnern, Skaten, im selbstverwalteten Containercafé abhängen, an ihren Fahrrädern schrauben oder Konzerte organisieren: Hauptsache, es tut sich was. Aufgebaut wurde das Jugendhaus vom Sozialarbeiter Tobias Burdukat. Der hat sich inzwischen aus dem Projekt zurückgezogen, sein Geist ist aber geblieben. So positionieren sich die meisten hier weit links der Mitte. Das zeigt sich nicht nur an den Sprüchen, die auf der Klowand stehen, sondern auch an der Auswahl der Bands, die im ,Dorf der Jugend" spielen. Dass das im ländlichen Sachsen nicht überall gut ankommt ist klar. Doch die Jugendlichen kämpfen, um die Lokalpolitiker von ihrem Projekt zu überzeugen. Denn hier lernen sie, mit Vielfalt, mit anderen und anders Denkenden umzugehen und selbstverantwortlich zu handeln. Ihr Highlight ist das alljährliche Crossover-Festival, das dieses Jahr am selben Wochenende wie die sächsische Landtagswahl stattfindet. Die könnte eine Schicksalswahl werden und die AfD zur stärksten Kraft im Landtag machen. Manuel Waltz begleitet die Jugendlichen in dieser spannenden Zeit: Was denken sie über die Wahl und wie gehen sie mit den Ergebnissen um? Ein Besuch im gallischen Dorf in Sachsen, das schon so manchen Sturm überstanden hat und sich wappnet für den Orkan, der möglicherweise noch kommt. Zukunft selbst gestalten
Freitag 19:15 Uhr

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SRF 2 Kultur

Passage

Südsee-InselnDas Drehbuch schrieb der Ozean Die Südsee-Inseln regen seit jeher die Phantasien zivilisationsmüder Menschen an. Die Klischees aber haben wenig mit der Wirklichkeit und noch weniger mit der Geschichte der unzähligen Inseln zu tun - Eine musikalische Reise von Rapa Nui bis Madagaskar mit der Band «Small Island Big Song».
Freitag 20:00 Uhr

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SRF 1

Hörspiel

Jack the RipperTeil 1: «Jack und ich» von Heinz Stalder Spätherbst 1888. London in Aufruhr. Nach dem Doppelmord vom 30. September wird selbst der bequemste Bürger der City für kurze Zeit aus seiner satten Ruhe aufgeschreckt. Jack the Ripper, der geheimnisvolle Frauenmörder, tötet seine Opfer nicht einfach so. Er seziert sie. Chirurgisch genau.
Freitag 20:03 Uhr

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rbb Kultur

JAZZ BERLIN

etta jamesmit Ulf Drechsel Jazzfest Berlin 1983 - Etta James und Richard Teitelbaum Etta James war eine der großen Stimmen des Blues und Jazz. Ihr Name ist verewigt in der Rock and Roll Hall of Fame, in der Blues Hall of Fame, auf dem Hollywood Walk of Fame und in den Herzen ihrer Fans weltweit. Zum Jazzfest Berlin kam sie 1983 mit ihrer Band "Little Sister" und sang ihre Hits von "At Last" bis "I Just Want To Make Love To You". Ganz allein hingegen stand der Pianist Richard Teitelbaum auf der Bühne, um an Piano und Keyboards seine "Digital Piano Music" zu präsentieren. Konzertaufnahmen vom 27. und 28. Oktober 1983, Berlin, Philharmonie
Freitag 20:04 Uhr

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HR2

Live - ARD Radiokulturnacht der Bücher aus dem hr-Sendesaal

frankfurter buchmesseAuch in diesem Jahr ist die ARD-Radiokulturnacht der Bücher wieder einer der Höhepunkte der Frankfurter Buchmesse. Moderation: Catherine Mundt und Alf Mentzer special guest: Axel Hacke Musik: CAMiNHO Übernahme vom HR Wie in jedem Jahr am Frankfurter Messefreitag feiert die ARD in einem vierstündigen Abendprogramm die literarischen Neuheiten der Saison. Wer in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, wird auf jeden Fall dabei sein. Ebenso der diesjährige Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss, Erik Fosnes Hansen aus Norwegen und Colson Whitehead aus den USA, Nora Bossong, Ildiko von Kürthy, Karen Köhler, Rafik Schami, Ulrich Tukur, Rolf Seelmann-Eggebert und viele andere. Für Leichtigkeit sorgen Einwürfe von Axel Hacke sowie die Band CAMiNHO.
Freitag 20:04 Uhr

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Deutschlandfunk

On Stage

SpidergawdHardrock-Zeitreise unter Stuck Die norwegische Band Spidergawd Aufnahme vom 27.3.2019 aus dem UT Connewitz, Leipzig Am Mikrofon: Tim Schauen Vorne in der Bühnenmitte steht eine Schlagzeugburg, links die Bassanlage, rechts ein Baritonsaxofon. Auf der Empore dahinter warten, links und rechts am Rand, zwei Gitarren und Verstärker auf ihren Einsatz. Über allem thront unter der Decke ein gewaltiges Stuckornament. Das UT Connewitz in Leipzig ist ein altes Kino mit langer Geschichte, das auch von fünf furchtlosen Norwegern und ihrem entfesselten Hardrock nicht sonderlich erschüttert wurde - naja: ein bisschen schon. Die zweistimmigen Linien der Gitarren, der angezerrte, drückende Bass, vorne der übermächtige Trommler Kenneth Kapstad mit zwei Basstrommeln und sieben Toms. Fünf Alben hat die Band, die kürzlich vom Quartett zum Quintett erweitert wurde, veröffentlicht. Spidergawd spielt melodischen, schnellen, harten Rock - aber sie verharrt eben nicht in der Vergangenheit, sondern schiebt die Einflüsse von Thin Lizzy oder Iron Maiden beschwingt ins Hier und Jetzt: pure Energie!
Freitag 21:05 Uhr

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Cosmo

COSMO Live

Wassermusik: Miroca Paris & Virginia Rodriguez - Wie jedes Jahr wurden im Berliner Haus der Kulturen der Welt neue musikalische Areale erschlossen. Auch 2019 ging die Reise um die Welt mit der Wassermusik weiter. Diesmal im Fokus: der Black Atlantic. Heute Abend haben wir für euch in COSMO Live die Konzerte von Miroca Paris & Virginia Rodriguez. Lernen bei der Königin der Morna, Cesária Évora - diese Ehre wird den wenigsten zuteil. Miroca Paris war jahrelang als Percussionist und Gitarrist auf Évoras Touren dabei. Nach dem Tod der Legende fokussierte er sich aber auf seine Solokarriere. "D"Alma", sein Debütalbum, vereint dabei die Funaná- und Coladeira-Rhythmen der Kapverden mit Semba aus Angola und Samba aus Brasilien. Außerdem an diesem Abend dabei: die legendäre Virginia Rodriguez. Die Brasilianerin hat ihre Karriere als Schauspielerin begonnen, Ende der Neunziger wurde aber von Singer/Songwriter Caetano Veloso auch ihr stimmliches Talent entdeckt. Mit ihrem postmodernen Samba gilt sie noch heute als Queen der neuen brasilianischen Musik. Aufgenommen am 13. & 14. Juli 2019 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
Freitag 23:00 Uhr

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SWR2

SWR2 NOWJazz Update

maja osojnikEntzünden, brennen, verlöschen. Das Duo Rdeca Raketa mit Maja Osojnik und Matija Schellander Von Nina Polaschegg Rote Rakete heißt übersetzt: Rdeèa Raketa. Maja Osojnik stammt aus Slowenien, Matija Schellander ist Kärntner Slowene. Beide leben in Wien und arbeiten seit vielen Jahren als Duo zusammen. Elektronik, Noise, ihre Stimmen. Zusammenarbeit mit Literat*innen oder mit der Videokünstlerin Billy Roisz. Alle drei sind zentrale Mitglieder der Wiener Experimentalszene. Eigene Texte, Sprache, analoge wie digitale Klänge, Fieldrecordings - all dies fließt ein in ihre Musik. Diese folgt klaren Konzepten, die in gemeinsamer Probenarbeit erarbeitet werden.
Freitag 23:30 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Didier EribonZiemlich beste Freunde? Eine Lange Nacht über das Verhältnis von Franzosen und Deutschen Von Susanne Luerweg und Sabine Oelze Regie: Claudia Mützelfeldt Bis vor Kurzem war Frankreich im Ausnahmezustand. Die Gelbwesten dominierten die Straßen, der Präsident verlor an Glaubwürdigkeit. Noch heute durchzieht die Krise viele Gesellschaftsschichten. Und doch blicken wir mit Neugier ins Nachbarland und suchen dort nicht selten nach Antworten für unsere Probleme. Französische Soziologen und Schriftsteller liefern scharfe Gesellschaftsanalysen, die wir in Deutschland mit Interesse . Didier Eribon reist in seinem Buch ,Rückkehr nach Reims" zurück in seine Arbeiterkindheit, die Bühnenfassung wird in deutschen Theatern viel gespielt. Der Roman ,Unterwerfung" von Michel Houellebecq wird von einigen Lesern als islamophob wahrgenommen, von anderen als geradezu prophetisch. Umgekehrt greifen Franzosen begeistert zu deutschen Klassikern und tauchen ein in die Welt von Heinrich Heine und Stefan Zweig. Sie gehen ins Theater, wenn Thomas Ostermeier Gastspiele gibt, zum Beispiel am Odéon in Paris. Warum blicken wir so gern ins Nachbarland, wenn wir die Welt nicht mehr verstehen und wir sie dennoch elegant, mit Esprit und bei gutem Essen genießen wollen?
Samstag 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Mitternachtskrimi

Tatbestand (40): Fehlbon Von Uwe Petzold Regie: Horst Liepach Mit Gundula Köster, Ulrich Mühe und Marc Hetterle Produktion: Rundfunk der DDR 1989 Länge: 45"40 Die junge Verkäuferin Katrin ist noch fremd in der großen Stadt. Seit einem halben Jahr arbeitet sie als Kassiererin in einer Möbel-firma. Auf einem Betriebsvergnügen schenkt sie dem verschlossenen, wenig beliebten Abteilungsleiter Georg zum ersten Mal Beachtung - eigentlich nur, um Micha zu ärgern, der sie an diesem Abend links liegen lässt. Am Morgen nach der Feier erwacht Katrin in Georgs Wohnung. Der einsame Junggeselle kann sie überreden, seine Untermieterin zu werden. Sie lässt sich gern von ihm verwöhnen, weil er auch keine Gegenleistung verlangt. Nun ist Katrin hin- und hergerissen zwischen dem abenteuerlustigen, unbeständigen Micha und dem berechenbaren Georg, der ihre Sehnsucht nach Geborgenheit erfüllt. Um Katrin zu imponieren, springt der biedere Georg eines Tages über seinen Schatten, kauft ein Auto und hält noch eine weitere große Überraschung für Katrin bereit. Die junge Frau müsste wissen, dass er sich das eigentlich gar nicht leisten kann. Tatbestand (40): Fehlbon
Samstag 00:05 Uhr

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